Rehabilitation

Eine Hirnverletzung, ein Schlaganfall oder durch andere Ereignisse verursachte Hirnschädigungen verändern das Leben der betroffenen Person und das der Angehörigen meist von einem Moment auf den anderen. Verschiedene Fähigkeiten, die selbstverständlich ausgeführt und jederzeit zur Verfügung standen, sind durch die plötzliche Erkrankung nicht mehr oder nur noch erschwert möglich. Die entwickelte Organisation des Gehirns ist zerfallen. Der Zugang zu gespeicherten Erfahrungen ist nicht mehr oder nur bruchstückhaft für die betroffene Person möglich. Auffälligkeiten in sprachlichen Leistungen, im Bewegungsverhalten, in der Handlungsplanung und im Sozialverhalten können beispielsweise die Folge sein.

 

Auch für die Familie, für die Angehörigen bedeutet dieser Vorfall eine einschneidende Veränderung im Leben. Völlig überraschend sind sie meist mit einem stark veränderten Verhalten ihres Partners/ihrer Partnerin / ihres Elternteils / ihres Kindes konfrontiert. Hilfestellungen im Umgang mit dieser neuen Situation sind meistens notwendig.

 

Zur Therapie

Im Entwicklungs- und Therapiemodell nach Affolter setzen wir in der Therapie an der sogenannten „Wurzel“ (gespürte Erfahrung) an. Wir ‚führen‘ die betroffenen Personen in für sie sinnvollen Alltagsgeschehnissen und vermitteln notwendige taktile Informationsquellen. Dadurch erhält die betroffene Person reichhaltigere Spürinformationen. Diese Spürinformationen sind unerlässlich, um zu erkennen, was in Bezug auf das Geschehnis geschieht und wo sich die Person in Bezug zur Umwelt befindet. Die zentrale Organisation der Sinneswahrnehmung wird auf diese Weise verbessert.

Dies führt zu einer Reorganisation des Gehirns und damit zu einer Verbesserung der beeinträchtigten Funktionen.

 

Eine Anleitung der Angehörigen im Umgang mit erschwerten Alltagssituationen wird angeboten.