Heilpädagogik

Kinder und Jugendliche im heilpädagogischen Bereich fallen in verschiedenen Entwicklungsbereichen auf. Sehr häufig ist die zentrale Wahrnehmungsorganisation betroffen. Diese Wahrnehmungsstörung kann kombiniert mit anderen Behinderungen auftreten.

 

Damit zu erlernende Fähigkeiten den Kindern und Jugendlichen in ihrer Gesamtentwicklung dienen und zur Verfügung stehen, ist die Arbeit an der zentralen Wahrnehmungsorganisation wichtig.

 

Zur Förderung

Im Entwicklungs- und Therapiemodell nach Affolter setzen wir in der Förderung an der sogenannten „Wurzel“ (gespürte Erfahrung) an. Wir führen die Kinder in sinnvollen Alltagsgeschehnissen und vermitteln notwendige taktile Informationsquellen. Dadurch kommt das Kind/der Jugendliche zu reichhaltigeren Spürinformationen. Diese Spürinformationen sind unerlässlich, um zu erkennen, was geschieht und wo sich die Person in Bezug zur Umwelt befindet. Die gespürten Interaktionserfahrungen in Alltagsgeschehnissen werden reichhaltiger.

 

Die zentrale Organisation der Sinneswahrnehmung wird auf diese Weise verbessert. Bildlich gesprochen wächst die „Wurzel“, so dass die „Äste des Baums“ (Entwicklungsleistungen) kräftiger werden.

Aufgrund der gespürten Erfahrung kann das Kind/der Jugendliche sprachliche Inhalte (Semantik) erwerben. Diese können dann mit sprachlichen Formen verbunden werden. Bei den Kindern/Jugendlichen führt dies zu Verhaltensänderungen – zum Lernen. Neu gewonnene Erkenntnisse führen zu grösserer Flexibilität und Selbständigkeit; soziale Probleme werden verringert. Sprachliche Fähigkeiten und weitere Kulturtechniken entwickeln sich.